Befehle des Menübands überspringen
Zum Hauptinhalt wechseln
Navigation nach oben
Anmelden

Projekte

:

Schule ohne Rassismus

IKG-Banner

 Asylwoche 24. - 28.1.2011  

 
 
 
Vom 24. bis 28. Januar findet eine Vortragsreihe zum Thema Asyl statt. Es gibt folgende Themen:
 
  • Montag, 19 Uhr:   "Flüchtlingspolitik in Deutschland und Europa"
  • Dienstag, 19 Uhr: "Schattenbericht Abschiebehaft"
  • Mittwoch, Uhrzeit steht noch nicht fest: Film über ein Abschiebegefängnis
  • Donnerstag, 11 Uhr: Erfahrungsbericht eines Asylbewerbers
  • Freitag, 11 Uhr:       Film "Ertrunken vor meinen Augen" & Gespräch mit der Regisseurin (In Raum 253)
Veranstaltungsort ist jeweils Raum 112 (Ausnahme Freitag)
 
„Schule ohne Rassismus“ – „Schule mit Courage“
 
Wie es anfing
2009, am Ende des Jahres, hatte sich die gesamte SMV unserer Schule dazu entschlossen beim Projekt „Schule ohne Rassismus- Schule mit Courage“ mitzumachen! Unterstützt sahen wir uns durch die Umfrage, dass mehr soziale Projekte am IKG durchaus von der Mehrheit der Schüler gewünscht  waren!
 
Die Akteure und Beteiligten
Ziemlich schnell ging es los mit den Vorbereitungen. In Leoni Armbruster hatte der Politik AK eine Leiterin gefunden, die sich voll mit dem Ziel identifizieren konnte und das Vorhaben mit großem Zeitaufwand und Eifer vorantrieb. Unsere Schule hat sich durch das Projekt „Schule ohne Rassismus“ dazu verpflichtet, sich gegen Rassismus vor allem in unserem Schulalltag aktiv einzusetzen und zudem jedes Jahr einen Aktions-Tag durchzuführen. Da über 70% von euch, von allen Schülern des IKG, mit einer Unterschrift die Beteiligung als „Schule...“  für unterstützenswert erklärt und eure Teilnahme und euer Engagement bestätigt hatten, war die SMV frohen Mutes. Und tatsächlich -  der Politik AK, der dieses Projekt aufgrund des Themengebietes übernommen hatte, konnte sich doch reger Beteiligung erfreuen. Über 20 SchülerInnen waren bei den fast wöchentlichen Treffen dabei.
 
Die Lehrer gaben ihre Zustimmung
Als wir das Projekt auf der Lehrerkonferenz vorstellten, waren wir zunächst sehr unsicher, wie das Ergebnis aussehen würde. Würden die Lehrer einen Tag „unterrichtsfrei“ unterstützen. Doch wir waren uns sicher, dass wir für die richtigen Ziele kämpften. Wir machten deutlich, dass es kein „Schulfrei“ werden würde, sondern dass alle Schüler sehr viel lernen würden, und zwar wirklich für’s Leben.
 
Der Projekt-Tag gelang
An unseren Projekttag 2010 könnt ihr euch sicher alle noch erinnern! Das Feedback war auch größten Teils sehr positiv. Es war ein Tag an dem alle Klassen an verschiedene Workshops aus dem Themenbereich „Für mehr Courage und gegen Rassismus“ teilnahmen. Denn unserer Meinung nach ist das Wissen über Missstände wie z.B. Diskriminierung ein erster großer und notwendiger Schritt auf dem Weg zu einer besseren Gesellschaft. Letztendlich ist genau das unser Ziel. Unsere Schulgemeinschaft  verbessern, eine positive Atmosphäre gestalten, in der sich jeder wohl fühlen kann.
Die Planung des Tages war sehr zeitaufwändig und nervenaufreibend. Unzählige Organisationen wurden angeschrieben viele Workshops von uns selber geplant. Unser Politik AK fand sogar Paten für das Projekt: Lingua Loca. Zu unserer großen Freude waren sie nicht nur „anwesend“, sondern hatten auch einen Workshop übernommen.
 
Die Rückmeldungen waren voller Lob
Von Seiten der Lehrer waren die positiven Rückmeldungen sehr groß, doch die tatkräftige Hilfe (für die wir alle wirklich sehr dankbar sind) beschränkte sich hauptsächlich auf Herrn Klützke.
Die Wochen direkt vor dem großen Tag war der ganze Politik AK sehr nervös und jeder mit letzten Vorbereitungen beschäftigt. Obwohl alle total im Stress waren und es auch ab und zu etwas Stress gab, hatten wir sehr viel Spaß zusammen und letztendlich konnte man sich auf jeden verlassen. Wir waren aufgeregt und hatten große Angst vor irgendwelchen Pannen doch...  Alles lief gut! Es gab ein paar Pannen und es wurde deutlich, dass eine solche Organisation wirklich ihre Tücken hat und wir es eben doch zum ersten Mal gemacht haben. Aber im Großen und Ganzen lobten nicht nur die Schüler in der nachbereitenden Umfrage das Engagement der SMV, sondern auch Herr Englert und alle regionalen Tageszeitungen. Wir waren erleichtert und erfreut.
 
IKG nun “Schule gegen Rassismus“ – mit Schild
Von „Schule ohne Rassismus“ erhielten wir das Schild, das man im IKG bewundern kann. Doch nicht das laute Lob der anderen bereitete uns die größte Freude, sondern die stille Sicherheit, dass jeder der knapp 1000 Schüler am IKG sich mit dem Thema Rassismus beschäftigt hatte, dass sie sensibilisiert wurden für Diskriminierung, Mobbing und Ausgrenzung im Alltag. Wir haben die Hoffnung, Denkanstöße gegeben zu haben. Und wir haben die Hoffnung, ein klein wenig unsere Gesellschaft verbessert zu haben.
Das Schild „Schule ohne Rassismus“ hängt allerdings nicht im IKG, damit wir es bewundern können, sondern damit es uns an unsere Verpflichtung erinnert Courage zu zeigen gegen alle Ungerechtigkeiten des (Schul)alltags.
 
Das Anti-Rassismus-Konzert mit Ligua Loca
Lingua Loca hatte die Idee in die Runde geworfen ein „Anti-Rassismus-Konzert“ zu veranstalten. Wir trauten es uns nicht zu… Erst nach langen Diskussionen zogen wir es überhaupt in Erwägung. Plötzlich gab es vereinzelte Stimmen, dass es dem Politik AK sehr viel Geld einbringen könnte, dass weiter in „Schule ohne Rassismus“ gesteckt werden könnte... und dass der Ruf gegen Rassismus vom IKG aus ganz Reutlingen packen sollte. Wir ahnten, dass es ein großes Ding werden würde...
Als Nosliw, ein bekannter Reggea Künstler, der sich „gegen Nazis“ engagiert, ins Gespräch kam und als franz.K tatsächlich zu einer Kooperation bereit war, waren wir überzeugt.
Nosliw sagte zu und mit Lingua Loca und Panama riddim section konnten wir auf eine große Teilnehmerzahl hoffen. Und tatsächlich mit einem enormen Zeit- und Kostenaufwand, mit der Hilfe des ganzen Politik AK und der gesamten SMV, mit der finanziellen Unterstützung der Sparkasse und des Jugendgemeinderates Reutlingen haben wir es geschafft! An dieser Stelle noch einmal ein großes Dankeschön an alle! Am 11.12.2010 war es dann soweit. Wochenlang hatten wir die ganze Umgebung plakatiert und beflyert. Wir waren noch nervöser als bei unserem Projekttag... Würden wir Gewinn machen, obwohl wir solch große Ausgaben gemacht haben? Würden viele Leute kommen, würde es ein richtig lauter Ruf gegen Rassismus werden? Es wurde einer! Über 600 Leute waren an diesem Abend im franz.K und feierten. Aber es war keine „einfache“ Party, es war eine riesige Party, bei der sich jeder bewusst war, dass eine Aussage dahinter stand. Und diese Aussage wurde unterstützt.  
Die Einnahmen werden in unsere Projekte fließen...
 
Aktion zum Weltfriedenstag
Zwischenzeitlich gab es eine etwas kleinere Aktion, eine Filmvorführung zu „peace one day“. Er sollte den Weltfriedenstag bekannter machen und euch zum Denken anregen!
 
Macht mit bei der Asylwoche!
Als nächstes steht eine ganze Asylwoche an. Doch liebe SchülerInnen des IKG: Es läuft was an eurer Schule! Macht mit! Hat nicht jeder das Ziel einer besseren Welt? Hier könnt ihr anfangen! (Rein praktische Gründe wären eine gute Verhaltensnote im Zeugnis, eine Bescheinigung für den Qualipass, ein positives Ansehen bei den Lehrern und ein Zeitungsartikel mit eurem Namen.)
Ihr werdet tolle Erfahrungen machen, viel Stress haben, Verantwortung übernehmen müssen und dabei trotzdem riesen Spaß haben, tolle Freunde finden und im besten Fall eurem großen Ziel vor den Augen ein Stück näher kommen. Wir freuen uns über jeden, der sich irgendwie in der SMV engagieren möchte. Kommt einfach zu den Treffen und macht mit! Ihr könnt euch auch jeder Zeit an eure Schülersprecher wenden oder an die diesjährigen Leiter des Politik AK Katja Brögeler und Lea Jechel.
Auch „Schule als Staat“, ein Projekt, das ihr nächstes Jahr miterleben könnt, kann Mitarbeiter jederzeit gut gebrauchen!
Aber um es noch einmal in Nosliw’s Worten zu formulieren:
„Sowas müsste es überall geben! Was da läuft am IKG ist ein geiler Anfang, Leute!“
 
Hanna und Katja Brögeler