Flüchtlingswoche 2010 am Reutlinger Isolde-Kurz-Gymnasium
Der Politik-Arbeitskreis der SMV des Isolde-Kurz-Gymnasium hat in der Woche vom 21. bis 25. April eine so genannte Flüchtlingswoche organisiert.
Die gesamte Schülerschaft und auch die Lehrer sollen durch kleine im Schulhaus verteilte Plakate, die Informationen über Flüchtlinge in kurzen, prägnanten Sätzen enthalten, auf Flüchtlinge und die Situation, in der sie sich befinden, aufmerksam gemacht werden.
Auch alarmierende Bilder, die zum Beispiel Flüchtlingskinder zeigen, sollen einen Denkanstoß geben, denn im Jahre 2003 befanden sich immerhin 1,09 Millionen Flüchtlinge allein in Deutschland. Weltweit gibt es zurzeit 200 Millionen Flüchtlinge.
Außerdem fand am Mittwoch ein Filmenachmittag statt, bei dem der Spielfilm „Der Marsch“ gezeigt wurde.
„Der Marsch" ist ein Film des Regisseurs David Wheatley über den Auswanderungsdruck aus den Entwicklungsländern. Er ist von 1990 und nach dem gleichnamigen Roman von William Nicholson. Er geht von einer unbestimmten Zukunft aus, in der aufgrund der Klimaerwärmung große Teile Afrikas unbewohnbar geworden sind und in Europa die rassistischen Spannungen zugenommen haben.
Der Film ist ein Plädoyer für mehr Einsatz der Industrieländer für die Entwicklungs-Länder und zeigt das realistische Bild eines Stroms von Schwarzafrikanern, die sich auf den Weg aus den nordafrikanischen Flüchtlingscamps nach Europa machen, weil sie in ihrem eigenen Land unter den gegebenen Umständen nicht überleben können.
Als der Film auf den Markt kam, wurde den Zuschauern gesagt, man solle sich keine Sorgen machen, er sei nur Fiktion, doch die Tatsache ist, dass er der Realität entspricht, denn Flüchtlinge verlassen heutzutage ihre Heimat, weil sie dort verfolgt, oft auch misshandelt und gefoltert wurden oder weil dort die politische Situation instabil ist. Afrikanische Regierungen kümmern sich zum Beispiel nicht um das Wohl ihres Volkes. Der Staatschef Zimbabwes, Robert Mugabe, jagt unter den Augen der Weltöffentlichkeit eine halbe Million seiner ärmsten Staatsbürger aus den Hütten und bulldozert deren Häuser nieder. Dann bittet er die UNO und die Hilfsgemeinschaft, den Ausgewiesenen neue Quartiere, Zelte und Decken zu liefern.
Jedoch muss auch gesagt werden, dass die Entwicklungshilfe für ärmere Länder gescheitert ist, weil es nie richtige Beziehungen zwischen einem Land Europas und einem Land Afrikas gegeben hat. Stattdessen sitzen alle Länder Europas in allen Ländern Afrikas und kämpfen mit ihren Geldern für ihr eigenes Ansehen und Prestige.
Viele Flüchtlinge haben schreckliche Erlebnisse hinter sich, Frauen wurden vergewaltigt, haben miterlebt, wie Angehörige ermordet wurden. Ihre Flucht verläuft oft unter dramatischen und strapaziösen Umständen. Gerade deshalb hat jeder Flüchtling das Recht, in einem Land aufgenommen zu werden, dort wieder Sicherheit zu erfahren und bei der Verarbeitung der Flucht Unterstützung zu bekommen.
Die Wirklichkeit sieht oft anders aus: Staatlichen Stellen geht es primär darum, die Aufenthaltsdauer so kurz wie möglich zu halten. Allgemeine Rechte wie das Recht auf Freizügigkeit, Arbeit, menschenwürdige Unterkunft, medizinische Versorgung und Psychotherapie werden vorenthalten. Zum Glück versuchen viele private Hilfsorganisationen und Initiativen für die Flüchtlinge die Lebensbedingungen erträglicher zu gestalten.
„Wir müssen aktiver werden in und mit Afrika. Unsere Menschlichkeit entscheidet sich am Schicksal Afrikas", hat unser Bundespräsident Horst Köhler gesagt.
In dem Film "Der Marsch" von 1990 sagt der Sudanese Isa El Mahdi : "Ihr habt in Europa so kleine Katzen. Es heißt eine Katze kostet mehr als zweihundert Dollar pro Jahr. Lasst uns nach Europa kommen als eure Haustiere. Wir könnten Milch trinken, wir könnten eure Hand lecken. Wir könnten schnurren und wir sind viel billiger zu füttern."
Jeder Mensch jedoch hat das Recht, Mensch zu sein und unter menschenwürdigen Bedingungen zu leben!!
Leider waren nur 15-20 Leute bei unserem Filmnachmittag da, was vielleicht dem schönen Wetter zuzuschreiben war. Wahrscheinlich aber sind wir, wie auch am Ende des Films gezeigt, in Europa einfach noch nicht dazu bereit uns mit der weltweiten Flüchtlingsproblematik, die sich in den nächsten Jahren auf Grund des Klimawandels noch drastisch zuspitzen wird, zu befassen.
Themenwoche „Flüchtlinge“ vom 21.4 bis zum 25.4.2008
Wir vom Politik-AK der SMV wollten den Schülern ein interessantes Thema mit Hilfe einer Themenwoche näher bringen, und zwar dem Thema Flüchtlinge.
Wer ist überhaupt ein Flüchtling? Und was ist dann ein Asylbewerber? Warum fliehen diese Menschen und wie geht es ihnen dann hier in Deutschland?
Um diese und andere Fragen geht es in dieser Woche. Sie werden mit Hilfe von Plakaten, einem Filmnachmittag mit anschließender Diskussion beantwortet. Für die elften Klassen gibt es sogar begleitenden Unterricht. Mit Hilfe von Fotos, Bildern und symbolischen Grenzen, verteilt über das ganze Schulgelände, hoffen wir möglichst viele für das Thema begeistern zu können!
Unser Filmnachmittag ist am Mittwoch, den 23.4 um 14.30.
Schwoof 2008
Dieses Jahr war es wieder so weit. Nach einem Jahr Pause hat es die SMV mal wieder geschafft einen Schwoof auf die Beine zu stellen. Das ist vor allem dem dieses Jahr sehr fähigen Kulturarbeitskreis zu verdanken! Der hatte sich viele Gedanken über die Planung gemacht, dass am Schluss auch wenigstens finanziell kein Verlust entstand. Die Aufteilung der Räumlichkeiten war besser durchdacht. So befanden sich der Eingang sowie die Garderobe im Neubau bei den Kunstsälen und der lange Flur im Altbau war abgesperrt. Getränkebar und „Chill-lounge“ waren nur über die Tanzfläche im Foyer zu erreichen. Ein taktisch kluger Schachzug, um die Stimmung nicht zu ruinieren.
Im Vorfeld war einiges zu erledigen und beim Näherrücken des Termins lagen dann doch die Nerven blank. Es mussten Briefe in der Nachbarschaft verteilt werden, Sponsoren für die Einladungen/Flyer gefunden werden und Unmengen an Papierkram erledigt werden. Doch am Ende hat alles beinahe reibungslos funktioniert und die Bowle, für die wir am selben Tag noch die Zutaten besorgt haben, wurde bis auf den letzten Tropfen verkauft.
Am 14. März um 16 Uhr war der offizielle Einlass für die Unterstufe. Langsam trudelten die Kleinen nach und nach bei uns ein. Wir hatten mehr Andrang erwartet, doch der gute DJ, die allgemeine Tanzbegeisterung und die tolle Fruchtcocktailbar harmonierten gut zusammen und somit war die Stimmung heiter und augelassen, trotz der nur mäßigen Anzahl an Gästen. Sogar bei der Partyanimation wurde mit Begeisterung mitgemacht und ich denke am Ende hatten fast alle ihren Spaß. Um 19.30 endete leider schon der Schwoof für die Unterstufe und es kam die Ruhe vor dem Sturm, da um 20Uhr Beginn des „richtigen“ Schwoofs war. Davor wurde noch schnell alles durchgefegt, damit alle Helfer dann schön an der zugeteilten Position Stellung beziehen konnten. Kleine Verwirrungen stifteten zu Beginn die 10. Klässler mit ihren italienischen Austauschpartnern, die einen Vortrag in der Schule zu besuchen hatten und dann gleich Eintritt zahlen sollten, wenn sie später noch auf den Schwoof wollten. Außerdem hatten wir Schwierigkeiten sie von den restlichen Partygängern zu unterscheiden, da noch kein offizieller Einlass war…
Gegen 20 Uhr hatte sich schon eine große Menschentraube vor dem Eingang versammelt und eine Gruppe Begerschüler zog ums Haus, blieb jedoch friedlich. Eigentlich sollte die Band Scarlet Drawl die Attraktion des Abends sein. Der gewünschte Effekt blieb aus. Ganz im Gegenteil verzogen sich plötzlich alle Gäste in die Gänge und zu den Tischkickern, wo man dann kaum noch Platz zum Laufen fand. Da die Tischkicker von der Mittagspausenbetreuung ausgeliehen wurden, wollen wir hier nochmals einen herzlichen Dank dafür aussprechen. Im Nachhinein hatten wir Glück, dass die Band nicht den ganzen Abend spielte, denn das hätte vielleicht die Stimmung kaputt gemacht, da ein Großteil der Leute, die da waren später noch großen Spaß auf der Tanzfläche hatten, auch wenn die Musik nicht so gut wie bei der Unterstufe war.
Obwohl es auf dem Flyer hieß, dass die Feier nur bis 23 Uhr ginge, waren zu dieser Zeit noch längst nicht alle gegangen. Nur die SMV-Mitglieder fingen langsam an aufzuräumen und einzupacken. Um 23.45 waren dann alle Stühle der Garderobe leer, das Licht wurde ausgeschaltet und das Schulgebäude abgeschlossen. - Der ganze Rummel war vorbei.
Die Option danach noch in die Färberei4 zu gehen, nahmen einige von uns und viele der anderen Gäste war. Der BZN-Schwoof, der in der Färberei stattgefunden hat, hat unabstreitbar von unserem Schwoof profitiert, da sonst lang nicht so viel los gewesen wäre.
Am Morgen darauf musste die „gesamte“ SMV mehr oder weniger frisch zum Putzen antreten, was dank der guten Zusammenarbeit in ca. drei Stunden erledigt war. Mal sehen wie es am Montag nach den Osterferien so aussieht…
Alles in allem sind wir alle mit unserem Schwoof sehr zufrieden und haben einiges für das nächste Mal dazugelernt. Trotz des schlechten Wetters sind genügend Leute angezogen worden, so dass wir als SMV das Gefühl hatten, dass sich der ganze Aufwand doch gelohnt hat. Vielleicht war es für einige auch ein Anreiz mal unsere Schule, unter anderen, ausgelassenen Umständen von einer anderen Seite zu sehen.
Danke an alle die mitgeholfen haben, vor allem gilt unser Dank den Lehrern, die sich bereit erklärt haben, als Aufsichtspersonal anwesend zu sein. Es hat Spaß gemacht!